Vom Enkeltrick zum Tech Support Scam – gerade die Jüngeren werden Opfer von Internetbetrug

Das Böse schläft nie. Und jeden Tag steht ein Leichtgläubiger auf. Das sind die wichtigsten Ingredienzien für den erfolgreichen Internetbetrug via Telefon, E-Mail oder Chat.

Nicht ganz so alt wie das Hoaxmail, der Kettenbrief, wie etwa der mit dem nigerianischen Prinzen, der eine Provision für das Außerlandesschaffen seiner Goldschätze verspricht, sind die betrügerischen Anrufe vermeintlicher Support Mitarbeiter bei gutgläubigen PC Anwendern mit Internetanschluß.

Wie die Betrugsmasche meist abläuft habe ich in meinem Blogpost „Wenn der Support Mann zweimal klingelt“ beschrieben.

Eine neue Studie von Microsoft, die weltweit in 16 Ländern durchgeführt wurde, hat diese Form des Internetbetrugs nun etwas näher untersucht. Immerhin drei von fünf Anwendern haben schon mal einen derartigen Betrugsversuch erlebt. Und einer von fünf hat dabei auch schon Geld an die Betrüger verloren.

Das interessanteste Resultat der Studie ist hingegen, dass die gefährdetste Gruppe nicht etwa die Alten sondern die Jungen sind. Die sogenannte „Generation Z“, die Millenials und hier vor allem Männer haben das höchste Risiko, von Trickbetrügern ausgenommen zu werden.

Der Grund dafür liegt am zu hohen Selbstvertrauen in die eigene Technologiekompetenz und das damit verbundene zu hohe trügerische Sicherheitsgefühl, das speziell junge Männer den Trickbetrügern auf den Leim gehen lässt. Denn bei den Betrugsmaschen geht es nicht primär um Technologie sondern vielmehr um die geschickte Anwendung von social engineering. Und da dürften die älteren Generationen dann doch noch vorsichtiger agieren als die Jungen.

Mehr dazu, Typologien der Betrugsmaschen, Tipps für das sichere Verhalten und der Link zur gesamten Studie im entsprechenden Artikel des österreichischen Microsoft Newscenter.

 

Medienberichte dazu: 

Salzburger Nachrichten: Studie – Millenials sind leichte Beute für Computer-Betrüger

Futurezone: Millenials fallen öfter auf Internetbetrug herein als Senioren

Krone.at: Supporbetrug – Jüngere besonders häufig betroffen

FIT Your Town

E-Skills sind für jeden Einzelnen wichtig, um auch morgen noch am Arbeitsmarkt bestehen zu können. Die EU schätzt, dass bereits 2014 neun von zehn Jobs nur an Menschen mit ausreichenden IT Basiskenntnissen vergeben werden. Die IT-Fitness Initiative ruft daher zum IT Selbstcheck auf und verbindet das mit einem Wettbewerb.

Wir suchen die IT-fitteste Gemeinde Österreichs. Hole den Titel in deine Gemeinde oder Stadt (Wiener Bezirk). Das Rennen geht bis Ende Jänner 2011. Jeder Test zählt!

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Die IT-Fitness Initiative ist auch auf Facebook. Ich freue mich über jeden Fan oder “Like This” 🙂

Die Digitale Agenda

image Schon die EU Digitale Agenda gelesen? Nun, wenn Sie wissen wollen, in welche Richtung die IKT Politik der EU in den nächsten 5 Jahren gehen soll, empfiehlt es sich durchaus. Mit Wohlwollen habe ich dabei den Absatz 2.6. zur Kenntnis genommen, in dem es u.a. heisst:

2.6.1. Digitale Kompetenz und Qualifikationen
Die europäischen Bürger müssen in der Nutzung der IKT und der digitalen Medien
unterwiesen werden, wobei vor allem das Interesse der Jugendlichen für IKTBildungsangebote geweckt werden muss. Es müssen mehr und bessere
IKT-Anwenderqualifikationen und eBusiness-Qualifikationen, also die für
Innovation und Wachstum nötigen digitalen Kompetenzen, gefördert werden.
Angesichts eines Potenzials von 30 Millionen Frauen im Alter zwischen 15 und
24 Jahren42 ist es notwendig, die Attraktivität des IKT-Sektors in beruflicher
Hinsicht, besonders was Produktion und Technikgestaltung angeht, zu verbessern.
Allen Bürgerinnen und Bürgern sollten die vielfältigen Berufsmöglichkeiten in den
IKT bewusst gemacht werden. Dies erfordert mehrseitige Partnerschaften, mehr
Unterweisung, die Anerkennung digitaler Kompetenzen in formellen Schul- und
Ausbildungssystemen, ebenso die Bewusstseinsbildung und eine effektive IKTAusbildung und Zertifizierung außerhalb formeller Ausbildungssysteme, wozu auch die Nutzung von Online-Werkzeugen und digitalen Medien für die Umschulung und die berufliche Weiterbildung gehören43. Aufbauend auf den Erfahrungen der ersten „European e-Skills“-Woche (1. bis 5. März 2010)44 wird die Kommission 2010 und auch danach Kampagnen zur Bewusstseinsbildung auf nationaler und europäischer Ebene unterstützen, um Jugendliche über IKT-Bildungsangebote, -Laufbahnen und -Arbeitsplätze aufzuklären, die digitalen Kompetenzen der Bürger sowie die IKTAusbildung von Arbeitnehmern zu verbessern und bewährte Praktiken einzuführen.

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Da gibt es ja dazu aus Österreich bereits gute Nachrichten. Die innerhalb der o.a. E-Skills Woche von Microsoft Österreich und Partnern gestartete IT-Fitness Initiative (siehe meinen Blogeintrag von März 2010) nimmt diese politische Anforderung nicht nur auf, sondern setzt dazu bereits konkrete Schritte. Im Zentrum dieser breit von Politik (2 Ministerien, Bundeskanzleramt) und Wirtschaft (IV, WKO, Wifi, HP, Cisco, bitmedia und T-Systems getragenen E-Skills Initiative steht ein Online Selbstcheck, der jedermann/frau eine rasche Verortung der eigenen IT Kenntnisse gibt. Neugierig oder auf den Geschmack gekommen, finden sich für Interessierte auf dem Portal der IT-Fitness Initiative weiterführende Links zu kostenlosen Online Kursen zur Nutzung des Internet oder zu Produktivitätswerkzeugen wie Textverabeitung, Tabellenkalkulation oder Präsentation welche im beruflichen Umfeld oft nachgefragt wird.

180x150_it-initiative Die erste Phase, welche sich an Schülerinnen und Schüler richtete, hat bereits zu einem breiten Interesse geführt. Über 17.000 Menschen haben den IT Selbstcheck bereits durchgeführt. Für den Herbst planen wir bereits die nächste Phase der Initiative zu zünden, welche sich stärker auf den Arbeitsmarkt und Gesellschaft/Soziales konzentrieren wird (stay tuned …).

Österreich rutscht im IKT ranking ab

imageWie ich kürzlich der APA entnehmen konnte, ist Schweden erstmals die Nummer 1 der Rangliste jener Länder geworden, die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) am erfolgreichsten einsetzen, um die Entwicklung ihrer Volkswirtschaften zu unterstützen. Österreich belegt unter den 133 untersuchten Ländern Rang 20, ist aber um vier Plätze zurückgefallen.

Auf den Plätzen zwei und drei des im "Global Information Technology Report 2009-2010" veröffentlichten "Network Readiness Index" folgen Singapur und Dänemark – die Dänen hatten das Ranking zuletzt dreimal in Folge angeführt. Unter die Top 10 des vom Weltwirtschaftsforum (WEF) herausgegebenen Berichts haben es gleich sechs europäische Länder geschafft: neben den Schweden und Dänen auch die Schweiz (4), Finnland (6), die Niederlande (9) und Norwegen (10).

Statt seit Jahren IKT Masterpläne für den Reisswolf zu produzieren, würde ich mich freuen, wenn es bald einmal eine österreichische Regierungsdelegation nach Schweden oder Dänemark schafft, um sich über das Geheimnis des dort stattfindenden Erfolgs kundig zu machen. 

Wie IT-fit sind Sie?

Europaweit wird diese Woche die sog. “E-Skills Week” begangen, eine EU Initiative, die darauf aufmerksam machen möchte, wie wichtig IT-Kenntnisse für die eigene Arbeitsplatzsicherung sind. Nach einer EU Studie werden in den nächsten 5 Jahren bereits 9 von 10 Jobs IT-Kenntnisse voraussetzen. Die zukünftige Beschäftigung von mehr als 70 Millionen EU Bürgern (inklusive Österreich….) steht damit auf dem Prüfstand.

Apropos “Prüfstand”: Wer seine eigenen Kenntnisse über Computer & Co einem Test unterziehen möchte, ist herzlich eingeladen den gestern vormittag der Presseöffentlichkeit vorgestellten “IT-Fitness Check” zu absolvieren. Der von der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG) erstellte Test enthält 26 Fragen welche in ca. 20 Minuten bei der eigenen Verortung im Thema helfen und möglichen Trainingsbedarf aufzeigen. Für Wissbegierige wird auf der Webseite www.it-initiative.at eine Menge an (kostenfreien) E-Learning Material angeboten, welches normalerweise kostenpflichtig angeboten wird. Die Zielgruppe dafür ist sehr breit, von SchülerInnen, im Beruf stehende aber der IT eher ferne Werktätige bis hin zu SeniorInnen, die vielleicht noch ihren zukünftigen Lebenspartner über das Internet kennen lernen wollen (siehe ORF Bericht dazu, kurzes statement von mir auf 4:43).

Da gehört es natürlich auf für mich dazu, als Reisender in Sachen E-Skills auf möglichst vielen Kirtagen die Trommel für das Thema dahinter zu schlagen.

Nach einer Auftaktveranstaltung im Jänner in Linz beim Bildungspartner EduHi (mit Europa Parlamentarier Paul Rübig, MR Hawle vom Bildungsministerium, Vertretern von AMS, Lehrerschaft u.v.m. ging es letzte Woche mit der APA EBC Podiumsdiskussion zum Thema “Welches E-Skills werden für die Zukunft benötigt” weiter:

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Über 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Bildungswesen folgten der lebhaften Diskussion, die vor allem mit dem Publikum erfrischend kontroversiell geführt wurde. Das war gut so, da das Podium sich für meinen Geschmack fast zu einig in dem Thema war. Und das ist dann eher unspannend…

Gestern haben wir schließlich die von Microsoft und Partnern ins Leben gerufene “IT-Fitness-Initiative” der Presse vorgestellt. Ich durfte die Statements der illustren Runde von Spitzenbeamten, Präsidenten und Generaldirektoren und deren Dialog mit der anwesenden Presse moderieren.

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Alle Statements, Pressinfos etc.. dazu hier.

Würde mich interessieren, wie Sie selbst den IT-Fitness Check unter www.it-initiative.at finden. Freue mich über Kommentare dazu.

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