Mixed ist das neue Virtuell

Ich habe in diesem Blog schon oft über die HoloLens berichtet. Die Datenbrille erzeugt eine Mischung zwischen Realität und Virtualität, daher sprechen wir hier von „Mixed Reality“ und nicht „Virtual Reality“ wie bei anderen Datenbrillen. Die Vorteile bei ersterem liegen auf der Hand, da ich meine reale Umgebung mit digitalen Elementen anreichern kann und nicht wie in VR Umgebungen komplett von der Außenwelt abgeschottet bleibe. Und daraus ergeben sich tolle Szenarien, die vor allem im B2B bzw. Industriebereich nicht nur die Phantasie von Instandhaltern und Wartungsdienstleistern anregen.

Die Kollegen von Microsoft Deutschland haben anlässlich der deutschen Partnerkonferenz einige inspirierende Mixed Reality Showcases zusammengetragen, die ich hier gerne wiedergebe.

Büroeinrichtung per Hologramm mit medialesson und Steelcase
Für den internationalen Hersteller von Büroeinrichtungen und Raumlösungen Steelcase setzte medialesson einen Mixed Reality Showcase mit Microsoft HoloLens um. In diesem Szenario ist es möglich, Steelcase-Möbel aus dem Produktsortiment in beliebigen realen Räumen als Hologramme zu platzieren und sich einen wirklichkeitsnahen Eindruck der Einrichtung beispielsweise im zukünftigen Büro zu verschaffen. Microsoft HoloLens erweitert hierbei die realen visuellen Eindrücke des Anwenders durch ergänzte 3D-Objekte mit hoher realistischer Anmutung. Wie das genau funktioniert, erklärt Carsten Humm, Chief Technology Officer bei medialesson, im Interview:

Per Microsoft HoloLens zur Offshore-Plattform reisen
Ressourcen sparen heißt auch, aufwendige Sicherheitstrainings und Reisen anhand von Technologien effizienter zu gestalten: Das Leipziger Start-up VR Bits hat gemeinsam mit der Agentur die wegmeister aus Stuttgart ein Konzept für Augmented- und Virtual-Reality-Inhalte auf der Basis von Microsoft HoloLens entwickelt. Auf der #DPK17 war eine Anwendung für den Übertragungsnetzbetreiber TenneT zu sehen, mit denen Besucher über VR-Brillen auf die Offshore-Konverterplattform HelWin alpha gebracht werden. Dabei erleben sie den Anflug auf die Plattform, haben die Möglichkeit, sich in verschiedenen Strom-Umspannräumen umzusehen und einen Blick über die Reling auf die tobende See zu werfen.


Verbesserte Zusammenarbeit im Anlagenbau mit Mixed Reality
Planungsvorhaben im Anlagenbau zeichnen sich durch große Dimensionen und Datenmengen, viele Beteiligte an verschiedenen Standorten und eine sehr komplexe Informationsvielfalt aus. Die Nutzung von Microsoft HoloLens bietet deshalb eine Möglichkeit, diese Prozesse zu vereinfachen. Die Einsatzszenarien erstrecken sich dabei von der Kundenberatung, über den Austausch im Konstruktions- und Montageprozess, bis zur Koordinierung und Überwachung des Bauprojektes. Der Shared Modus – eine Avatarfunktion – von S.K.M Informatik bietet für alle Beteiligten eine völlig neue Möglichkeit der Zusammenarbeit. Bauliche Gegebenheiten vor Ort können mit den virtuellen Planungsdaten gemischt werden und Planungsfehler sind so frühzeitig erkennbar und vermeidbar. Zudem können komplexe Zusammenhänge erlebbar, in einem anschaulichen und begehbaren Modell dargestellt und diskutiert werden. Somit entsteht eine ganz neue Art der virtuellen Erfahrung in realen Räumlichkeiten. Die Microsoft HoloLens Technologie ermöglicht damit eine durchgängige digitale Kette von den ersten Planungen bis zur Projektausführung.

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Apropos: Die HoloLens wird ab 1.12. auch in Österreich zu bestellen sein. Vorbestellungen sind seit einigen Tagen möglich. Mehr dazu hier.

Überwinde die Sprachbarriere!

Wie wäre es, wenn Sie mit jedermann sprechen und schreiben könnten, unabhängig von der Sprache, die Sie sprechen? Mit der Urlaubsbekanntschaft, die nur französisch spricht? Mit Geschäftskontakten in Spanien?

Mit dem #microsofttranslator ist dieser Traum bereits sehr real.

Die Übersetzer-APP bringt Echtzeit-Übersetzungen mithilfe von neuronalen Netzwerken auf die nächste Stufe und ermöglicht Sprachübersetzungen in elf verschiedenen Sprachen (einschließlich Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Deutsch und Italienisch).

Aber das ist nicht alles. Der Microsoft Translator übersetzt auch über 60 verschiedene Sprachen-in schriftlicher Form! Beginnen Sie einfach mit der Eingabe, und die AI (Artificial Intelligence) unterstützte Plattform kümmert sich um den Rest.

Alles, was es dafür braucht, ist das Log-In auf dem Schreibtisch oder in der Mobile App (iOS, Android, Windows), jemanden zum Gespräch einladen, und einfach schreiben – in Dänisch, Niederländisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Norwegisch, Portugiesisch, Spanisch oder Schwedisch, um nur einige zu nennen. Die Person auf der anderen Seite ist in der Lage, Ihre Nachrichten zu lesen, direkt in ihre Muttersprache übersetzt!

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Sprachbarrieren müssen nicht länger ein Hindernis für den Austausch von Menschen unterschiedlichster Herkunft sein. Ich finde das gerade auch für ein gemeinsames Europe sehr wichtig. 

Social Media im Unternehmen: Einfach mal loslassen!

Das war auch beim gestrigen Österreichischen Kommunikationstag ein Thema: Der Wandel der internen Kommunikation in Richtung Enterprise Social Networks (ESN) oder einfach ausgedrückt: Social Media im eigenen Unternehmen als Ablöse des traditionellen Intranets.

Bassena (Wien, um 1890), Sinnbild für ad-hoc Konversation und Austausch am Gang [Foto: Wikimedia, Commons]

In einem der Breakouts stellte A1 bzw. Telekom Austria Group dazu einen Erfahrungsbericht vor, der ihre eigene Reise vom herkömmlichen Mitarbeiter-Portal hin zu einem (im Übergang mal mehr ergänzenden als ersetzenden) Social Media Netzwerk für die interne Kommunikation von über 18.000 Mitarbeitern zusammenfasste.

Erfreulich dabei war, dass hier nicht nur ein Jubelbericht über einen gelungenen „bottom-up“ Approach abgefeiert wurde, sondern auch über „Lessons Learned“ gesprochen wurde. Beispielsweise die Schwierigkeiten mit der (mangelnden) Partizipation des mittleren Managements oder der notwendige Dialog mit dem Betriebsrat.

Viele der guten Gründe für ein social network als Marktplatz von Konversation, Meinung, Teamwork und Achtsamkeit im Unternehmen habe ich auch in meinem Gastkommentar für die Fachzeitschrift MONITOR angeführt, der hier nun im folgenden auch in meinem Blog entsprechenden Raum findet:

Das Intranet ist tot. Wirklich? Wirklich! Zu mindestens bei uns bei Microsoft und wie ich nach kurzer Rundschau bemerke, auch bei vielen unserer Kunden. Die Gründe dafür sind schnell bei der Hand.

Da wäre zum einen mal Social Media. So wie sich die Metapher des Posten, Teilens, Likens und Kommentierens im externen Bereich durchgesetzt hat, so sehr entspricht sie auch immer mehr der Realität im unternehmensinternen Bereich. War das „Bloggen“ noch vor einem Jahrzehnt das Privileg der Jungen, der „digital natives“, Gen-Y, oder wie immer man sie gerne benannte, überspannt diese Kulturtechnik der Kommunikation inzwischen fast alle Generationsbänder und gilt heute als „state-of-art“.
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Und bleiben wir für einen Moment noch bei den Jungen. Viele Unternehmen haben heute ein Überalterungsproblem, benötigen dringend junge „frische“ Geister aus der Generation der Millenials und müssen sich daher auch als attraktiver Arbeitgeber für die High Potentials darstellen, die frisch von der Uni in die Wirtschaft kommen. Da gehört ein zeitgemäßer Kommunikationsstil im Unternehmen einfach dazu; neben vielen anderen Kriterien eines modernen Arbeitsumfeldes wie Mobilität, Diversität oder Vereinbarkeit von Beruf und Familie, um nur ein paar Faktoren zu nennen, die im Employer Branding zeitgemäßer Unternehmen nicht mehr wegzudenken sind.

Auch Mobilität spielt in der Mitarbeiterkommunikation eine große Rolle. Die Mitarbeiter arbeiten immer verteilter, sind unterwegs und müssen von überall aus auf Informationen zugreifen können. Auch wenn viele Mitarbeiter keine eigenen Laptops haben, ein Smartphone hat praktisch jeder. Und über die jeweilige Social Media App ist die mobile Anbindung ein Klacks, während normale Webseiten oft nicht so einfach zur Darstellung auf mobilen Endgeräten optimiert sind.

Ein weiterer – nützlicher wie manchmal auch zwingender – Grund für ein Abgehen von traditionellen Intranet Plattformen sind schlicht die Kosten. Einmal ganz abgesehen von den Kosten der Anwendung selbst: Während ein klassischer Intranet Ansatz immer einer Art Redaktion bedarf, ein Redaktionssystem, Redaktionssitzungen, ein Freischalten von Kommentaren und neben der Technik auch die personellen Ressourcen dazu, sind firmeninterne Social Media Plattformen wie beispielsweise Yammer oder das letzten Monat auf den Markt gekommene Microsoft Teams weit stärker auf einem selbsttragenden Prinzip aufgebaut. Es sind die Mitarbeiter selbst, die die Beiträge schreiben, diese kommentieren, teilen und damit auch als Geschichte größer oder kleiner machen.

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Da entsteht natürlich auch schon mal eine gesunde Eigendynamik, aber das muss man als Unternehmen auch aushalten. Oder anders ausgedrückt: Wenn die Unternehmenskultur passt, dann hat man auch mit freien Meinungsäußerungen von MitarbeiterInnen kein Problem. Sie passen weitgehend automatisch und es gibt viel weniger „Ausreißer“ als es die Apologeten von kontrollierten Umgebungen vermuten würden.
Ich selbst kann hier aus Erfahrung sprechen: Die Angst, die Kontrolle zu verlieren, ist unbegründet. Loslassen statt Kontrolle. Probieren Sie es doch einfach mal aus.  

Demokratisierung der künstlichen Intelligenz

Nach über zwanzig Jahren in der IT bin ich unverändert neugierig, was wohl als Nächstes um die Ecke kommt. Welcher große Megatrend aus der Informationstechnologie wird wohl die Welt als Nächstes auf den Kopf stellen?

Für 2017 hat unser CEO bereits die Antwort gegeben: Artificial Intelligence. Die Intelligenz aus der Konserve. Die kognitiv begabte Maschine. Der Roboter, der uns die Arbeit abnimmt – im besten Fall nur die, die wir als Menschen auch gerne los haben wollen.

Microsoft-Chef Satya Nadella bei der DLD (Digital-Life-Design) Konferenz. Quelle: dpaMicrosoft-Chef Satya Nadella bei der DLD (Digital-Life-Design) Konferenz, (dpa)

Mit dem Aufmacher „Democratizing AI“ wandte sich der Microsoft Chef Anfang der Woche auf der Internet Konferenz DLD in München an das Publikum und forderte damit nicht weniger als eine Demokratisierung des Zugangs zur künstlichen Intelligenz (KI).

Ein wesentlicher Ansatz dabei ist, die Technologie dahinter breiter verfügbar zu machen, als sie es heute ist. Wie beispielsweise heute schon über den digitalen Butler in Windows 10, Cortana, der ständig dazulernt und die Wünsche des Anwenders antizipiert, bevor sie formuliert sind. Beispielsweise der Vorschlag, ob ein Termin im Kalender verschoben werden soll, weil es gerade einen Stau auf der Wegstrecke dorthin gibt.

Die Technologie-Branche müsse sich ihrer Verantwortung stellen und die Leute fit für die Zukunft machen, betonte Satya Nadella mit Blick auf die Sorge vor der Verdrängung von Jobs durch Maschinen. Künstliche Intelligenz müsse den Menschen helfen, statt sie zu ersetzen. Der Ansatz dahinter soll „augmented“ sein und den Menschen den Teil an Arbeit abnehmen, der für sie wenig attraktiv ist und gleichzeitig auch von Maschinen besser gemacht werden kann.

„Wir brauchen technologische Durchbrüche, um Wachstum über unsere Industrie hinaus anzukurbeln.“

Erst die Datenexplosion der letzten Jahre hat das Thema so richtig beflügelt. Unternehmen sitzen auf einem Berg von Daten, der ihnen gehört und aus dem sie nun die richtigen Erkenntnisse ziehen möchten. Dabei geht es nicht nur um ein besseres Verständnis der Vergangenheit. Es geht hier ebenso um Echtzeitverarbeitung der Daten und entsprechender Regelkreise wie auch die Möglichkeiten von „predictive analysis“ also der Projektion in die Zukunft.

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In diesem Themenkreis rücken jedoch auch vermehrt ethische Fragen in den Fokus. Das klassische Beispiel dafür ist das selbst fahrende Auto, dessen künstliche Intelligenz im Falle eines Unfalls zwischen zwei Menschenleben, beispielsweise einem Kind und einer alten Frau, entscheiden muss. Und damit verbundene Schuld- bzw. Haftungsfragen. Ist der Programmierer schuld an allfälligen unethischen, fahrlässigen oder gar illegalen Folgen des Produkteinsatzes. Oder der Hersteller des Endprodukts? Oder der Konsument? Oder niemand?

Schwer zu sagen.

Oder wie ist zu verhindern, dass KI zu Diskriminierung führt? Beispielsweise weil der weiße und männliche Programmierer darauf vergessen hat, die Routine auf Menschen mit dunkler Hautfarbe und weiblichem Geschlecht mit anzupassen. Oder die fehlende Berücksichtigung von „Equal Pay“ in Gehaltsschemata. Und so weiter.

Das kann nicht alleine vom Markt entschieden werden. Es wird dafür vielmehr Vereinbarungen geben müssen, die sich zu mindestens über folgende vier Bereiche erstrecken werden:

  1. Gesetze
  2. Normen
  3. Technologie
  4. Markt

Diese Bedenken und Forderungen sind teilweise auch bereits bei den Anwenderunternehmen angekommen. So der deutsche Blogger Michael Kroker, der gestern auf seinem Blog die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Studie des indischen IT-Dienstleisters  Infosys publizierte, in der 62 Prozent der befragten Unternehmen angaben, dass strikte ethische Standards eingehalten werden müssen, um den Erfolg von KI sicherzustellen.

Gleichzeitig sollen zwei Drittel der Befragten die ethische Probleme, die mit künstlicher Intelligenz verbunden sind, noch nicht vollständig berücksichtigt haben. Dazu gehören laut der zitierten Studie auch Bedenken von Angestellten bezüglich Kontrollmechanismen sowie branchenspezifische Regularien und Gesetze. Insgesamt sollen 53 Prozent der Meinung sein, dass ethische Bedenken eine effektive Anwendung von KI-Technologien stark behindern.

Allerdings sieht ein Großteil der Unternehmen KI auch als langfristige strategische Priorität für Innovation an:

Für drei Viertel der Befragten ist die Technologie grundlegend für den Erfolg ihrer Unternehmensstrategie (76 Prozent); 64 Prozent sind davon überzeugt, dass die Zukunft ihres Unternehmens von einer großflächigen Adaption der KI-Technologie abhängt.

Mehr dazu und der Studie am Blog von Michael Kroker.

Nachtrag: EU-Vorstoß zu Regeln für Roboter (ORF.at, 19.1.2017)

5 Tipps um mehr aus dem Tag zu machen

Was merkt man sich wirklich nach einem langen Tag voller Meetings? Nach dem innerlichen Abhaken diverser Bullshit-Bingo Listen ist es oft nicht viel, was tatsächlich in Erinnerung bleibt. Und wenn man dann auch nichts mitgeschrieben hat, ist es noch viel weniger was vom Tag über bleibt. Produktivität, die sich buchstäblich in Nichts auflöst.

Bilder sagen mehr als Tausend Worte

Meist sind es überhaupt nur die bildhaften Eindrücke, die man dauerhaft mitnimmt. Eine anschauliche Skizze, eine Grafik, ein starkes Bild oder ein lustiger Cartoon. Und das ist kein Zufall sondern wissenschaftlich erwiesen. Unser Gehirn merkt sich bildhafte Inhalte einfach viel besser als Text oder gesprochenes Wort. Etwa 3-4 mal so gut. Das kann man selbst auch gut mit visuell aufgepeppten Einkaufszetteln ausprobieren. Auch die merkt man sich besser. Verbunden mit einer Emotion wird die Merkfähigkeit des Inhalts noch viel besser bis dauerhaft, im Schnitt zwischen 15-20 mal länger.

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Smarter Meetings

Ein guter Grund, sich einmal Gedanken darüber zu machen, wie Meetings so „smart“ angelegt werden, dass sie auch den maximalen Effekt für alle Teilnehmer und der von ihnen eingesetzten Arbeitszeit haben. Egal ob es nun der Leiter des Meetings oder die Teilnehmer sind: Jeder von ihnen kann mit entsprechender Visualisierung der Inhalte einen echten Unterschied machen.

  • Der Vortragende mit einer Grafik am Flipchart oder in moderneren Meeting-Umgebungen einfach mit dem Stift am Surface-Tablet oder Surface Hub.
  • Der Teilnehmer mit grafischen Notizen – auch Sketchnotes genannt, vorzugsweise gleich direkt in OneNote, dem digitalen Notizbuch, das bereits für den digitalen Stift und Windows Ink auf einem Windows Notebook oder Tablet optimiert ist.

Sketchnoting kann jeder

Dabei kommt es entgegen landläufiger Missverständnisse nur auf die Idee und nicht auf die Kunst an. Es funktioniert also auch, wenn man nicht zeichnen „kann“. Hier ein Beispiel zu „Germany´s Next Top Model“ der deutschen Sketchnoterin Frau Hölle (aka Tanja Cappell), die ich letzte Woche auf einem Seminar in Amsterdam kennenlernen durfte. Mehr von ihr zu dem Thema und auch einer Buchempfehlung dazu auf ihrer hier verlinkten Webseite.

Sketchnote Arbeitsbuch

Quelle: http://www.frauhoelle.com/sketchnotearbeitsbuch/

Wer die Grundzüge der Visualierung von Ideen und Konzepten erlernen möchte, kann das übrigens auch online tun.

Tipps für Anfänger

Die schon erwähnte Frau Hölle bietet auf ihrer Webseite eine sehr grundlegende Einführung in das Konzept von Sketchnotes an. Es ist eine Aufzeichnung eines Periscope Livestreams, zum Thema geht es ca. ab Minute 12:00 los. Die von ihr erwähnte re:publica hat immer wieder Sketchnotesessions, die von 2015 findet sich auf YouTube hier. Die von 2016 ist dann in YT gleich der nächste Vorschlag. Die Sessions enthalten wirklich viele interessante Tipps für den Anfänger.

Und Strategyzer bietet mit „How To Facilitate Strategic Conversations With Visuals“  ein knapp einstündiges kostenfreies Webinar zur Visualisierung in Business Meetings an.

Referenzen: Sketchnote Arbeitsbuch* („Fortgeschrittene Techniken zum Erstellen visueller Notizen“)

PS. Nachdem jede erfolgreiche Blog-Überschrift heutzutage wahlweise die 10 schönsten Reiseziele, die besten 7 Ratschläge oder 6 Sätze, die … enthalten muss, habe ich mich für diesen Beitrag mal für „5 Tipps um…“ entschieden. Wer aufmerksam liest, entnimmt diesem Artikel aber deutlich mehr als nur 5 Tipps 🙂

Die perfekte Bewerbung

Was wäre, wenn Bewerbungsgespräche so ablaufen würden, wie es den gängigen Stereotypen des jeweiligen Unternehmens entspräche? Brightside hat sich des Themas angenommen und fühlt mit 13 Job Interviews We´d love to Attend gängigen Klischees auf den Zahn.

Hier zum Beispiel wie es bei IKEA ablaufen würde:

jobinterviews

Wer mal gerne ausprobieren möchte, wie so ein Gespräch bei Microsoft aussieht: Wir haben derzeit in Österreich 15 offene Positionen. Und alle haben was mit „Cloud…“ zu tun…

Im Maschinenraum der Cloud

Wir leben im „Always-On“ Zeitalter. Oder anders ausgedrückt: Wir sind die letzte Generation von Menschen, die noch weiß, was „off-line“ bedeutet.

Das Internet und die Kraft, die dahinter steckt, umgibt uns in jedem Moment unseres Lebens und ähnlich wie beim Strom machen wir uns immer weniger Gedanken, woher dies eigentlich kommt. Aus der Steckdose, woher auch sonst?

Die Rechenzentren dahinter, die uns das Cloud Computing erst ermöglichen, bleiben wie der Maschinenraum eines Kreuzfahrtschiffs weitgehend ausgeblendet. Während am Promenadendeck die Netflix Filme in HD abgespielt werden, die Musik von Spotify & Co gestreamt wird und die Urlaubsfotos auf Facebook geteilt werden, stampfen unterhalb der Wasserlinie für die Passagiere kaum hörbar die schweren Kolben, die das alles antreiben.

Werfen wir doch mal einen Blick in den Maschinenraum der Cloud. Ein Maschinenraum, der laut Prognosen bereits Mitte der nächsten Dekade der größte Energieabnehmer der Welt sein könnte.

Wohin mit der Wärme?

Eines der größten Probleme in großen Rechenzentren: Die vielen Tausende von Prozessoren erzeugen derart viel Abwärme auf kleinstem Raum, dass die Kühlung inzwischen eine der größten Herausforderungen darstellt. Und die Kühlung kostet extra Energie, die neben dem Betrieb der Server zusätzlich anfällt.

Also warum nicht einfach auf den Meeresgrund damit? Kein Witz! Das Projekt „Natick“ hat das ganz ernsthaft erprobt. Dabei ging es Microsoft Research mehr um die Machbarkeit als um einen Pilotversuch und neben den Kühlaspekten wurden auch Alternativen der Energieerzeugung wie beispielsweise aus Gezeitenstrom evaluiert.

Ein weiterer Vorteil einer derartigen Lösung wäre zudem die größere Nähe zu den globalen Ballungszentren, die großteils nahe der Meeresküste gelegen sind. Das reduziert auch die sogenannte „Latenz“, was zu schnelleren Downloads und Antwortzeiten für Online Anwendungen führt.

Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Realität sind hingegen bereits Serverfarmen, die wie Schiffscontainer im Freien oder am Dach einer Halle stehen und von einem ausgeklügelten System von Luft und Wasserkühlung ähnlich wie ein Niedrigenergiehaus (nur umgekehrt) ohne zusätzlichen Energieaufwand auf die Betriebstemperatur gekühlt werden.

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Bleibt aber noch immer die Energie für den Betrieb der Rechnerfarmen selbst. Woher kommt beispielsweise der Strom für die Microsoft Cloud; das zweitgrößte Rechenzentrum der Welt, das an über 100 Standorten in 40 Ländern global verteilt ist?

Strom für über 1 Million Server weltweit

Und da kann sich Microsoft durchaus sehen lassen. Neben einer möglichst nachhaltigen Nutzung  – so konsumiert bspw. das Datacenter in Chayenne, Wyoming inzwischen nicht nur Energie, sondern produziert diese als „Prosumer“ auch über Windkraft, siehe Grafik – steigt der Anteil der erneuerbaren Energie für die Microsoft Cloud kontinuierlich an.

Schon jetzt werden 44% des benötigten Stroms für die globalen Microsoft Rechenzentren aus Wind-, Sonnen- und Wasserenergie hergestellt. Und das Ziel liegt bei 50% bis 2018 bzw. 60% bis Anfang der nächsten Dekade, um irgendwann einmal auch 100% erreichen zu können.

Kann man der Cloud vertrauen?

Und dann wären natürlich noch die Aspekte rund um Sicherheit und Datenschutz. Dazu gilt es abseits all der Zertifizierungen und ISO genormten Sicherheitsstandards eines Rechenzentrums mittlerweile als allgemeiner Wissenstand, dass man die vergleichbare Sicherheit und Datenintegrität einer eigenen IT Infrastruktur gar nicht mehr selbst zu einem konkurrenzfähigen Preis-/Leistungsverhältnis herstellen kann. Das liegt unter anderem auch an den unerreichbaren economies-of-scale (Skaleneffekte) einer hyperskalierten Cloud.

Die rechtlichen Aspekte wie Datenschutz oder Compliance, wie bei behördlichen Anfragen reagiert wird und vieles mehr sind in den letzten Jahren recht breit und sehr öffentlich diskutiert worden, die Transparenz dazu ist stark gestiegen und auch daran kann man bereits den fortgeschrittenen Reifegrad des Cloud Computings erkennen; insbesondere was US Anbieter wie Microsoft betrifft. Europäische bzw. deutschsprachige Kunden finden abseits ihrer jeweiligen Verträge mittlerweile auch öffentlich sehr detaillierte Informationen dazu.

Nicht zuletzt aus Gründen der Sicherheit bleibt den meisten Menschen aber ein Blick in derartige Rechenzentren versperrt. Der Zugang ist streng überwacht und Details zur Infrastruktur, zu Zahlen und Daten sind aus eben diesen Gründen eher nur spärlich vorhanden.

Ein Blick in den Maschinenraum gefällig?

Wen nun eine kleine Tour durch die Microsoft Rechenzentren interessiert, ist über die zwei folgenden Videos herzlich dazu eingeladen.

Hier mal der kurze Apetizer dazu (1:42min)

Und hier das Video zur eigentlichen Tour (knapp 5 min). Es gibt auf YouTube auch eine 10min Version, die aber nicht viel mehr bietet als diese Version.