8 Gründe warum wir kein Büro benötigen

Jetzt ist schon viel über “Das Neue Arbeiten” oder “Die neue Welt der Arbeit” geschrieben worden, sowohl in diesem Blog als auch noch viel mehr im “Newworldofwork” Blog von Michael Bartz. Und neben vielen Aspekten wie Vertrauensarbeitzeit, Work-Life Balance, Mobilität, Vermeidung von Pendeln im Stau etc. kam auch immer wieder die Diskussion auf, dass es im Büro doch wenigstens zu mehr Austausch und persönlichen Kontakten kommt. Das ist jedoch nur eingeschränkt richtig.

In einem aktuellen Artikel von FORBES, der über die “8 Indisputable Reasons Why We Don´t Need Offices” räsoniert, findet sich dazu ein interessanter Blickpunkt, der insbesondere für größere Firmen gelten mag:

However, the reality is that even a small distance impacts employee communication and collaboration.  Once employees are 200 feet away (or more) from each other, the chances of them talking to one another is virtually zero; you might as well have employees be hundreds of miles away.

Sobald sich eine Organisation auf größere Flächen bzw. mehrere Stockwerke verteilt, ist das mit der Begegnung und spontanen Innovation am Gang nur mehr relativ zu sehen. Das kann ich auch aus meiner eigenen Erfahrung bei Microsoft bestätigen, wo sich in Stockwerken rasch ganze Abteilungs-Quadranten gebildet haben, die sich sehr homogen und täglich gleich besetzen.

Man kann das natürlich ein wenig auffangen, in dem große zentrale Bereiche wie eine Cafeteria geschaffen werden, wo sich die Mitarbeiter aus verschiedensten Zonen zu mindestens zur Mittagszeit oder zum Kaffee über den Weg laufen.

Oder auch über ein Arbeitsplatzkonzept, welches fixe Zuordnungen zu Sitzplätzen bzw. Abteilungen verhindert und eine bessere Durchmischung fördert. Aber das ist selbst bei Microsoft noch graue Theorie. Vielleicht ist es auch deshalb so schwierig in der Praxis, weil es letztlich gegen die menschliche Neigung zur Gruppenbildung und Routine ankämpft…

3 Gedanken zu “8 Gründe warum wir kein Büro benötigen

  1. Die sommerliche Sperrung des ersten Stocks hat da viel (positive) Durchmischung gebracht. Vielleicht sollten Firmen (auch wir bei MS) öfter geplante „Störungen“ in den Alltag einbauen und so die Durchmischung fördern….

    • Schön wär´s halt, wenn wir das mit weniger Zwang bzw. Gängelung als vielmehr gelebtem Vorbild und Beispielen schaffen, die vor allem durch die Köpfe der Organisation getragen werden. Ich denke, das wirkt auch nachhaltiger als ein „Viehtrieb“… 😉

  2. Na ja, im selben Haus bzw. im Umkreis von ca. 5km sind meiner Erfahrung nach die sozialen Kontakte doch auch noch ausreichend intensiv. Naturgemäß etwas weniger eng im Vergleich dazu, wenn die MA im selben Büro sitzen.
    Man kann m. E. beides, also ein (eher marginal ausgestattetes Büro/Arbeitsplatz) und Homeworking sinnvoll und synergetisch miteinander verbinden.

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