Der stählerne Held von Notre-Dame

Der Brand von Notre-Dame steckt uns allen noch in den Knochen. Was für ein Glück, das dieses wunderbare Denkmal mittelalterlichen Kirchenbaus der Menschheit weitgehend erhalten bleiben wird. Es war jedoch nicht nur Glück oder Fügung des Schicksals sondern vor allem dem Einsatz von mehr als 400 Feuerwehrleuten zu verdanken, das nicht noch mehr Unwiederbringliches ein Raub der Flammen geworden ist.

In diesem Drama spielte jedoch ein spezieller Feuerwehrmann eine ganz besondere Rolle.

Sein Name ist „Colossus“ und statt Armen und Beinen hat er elektronisch angetriebene Raupen und Greifarme. Colussus ist ein Löschroboter, der von vielen lokalen Medien bereits als „der andere Held von Notre-Dame“ gefeiert wurde. Und als Roboter hat er seinen Feuerwehrkollegen aus Fleisch und Blut genau die Art von Arbeit abnehmen können, die ansonsten zu schwer oder zu gefährlich für einen Menschen gewesen wäre.

feuerwehr roboter notre dame

Unempfindlich gegen Hitze und Rauch konnte der kleine 500 kg schwere Kollege aus Stahl in das Innere der brennenden Kathedrale vorgeschickt werden und gab den Einsatzkräften die Gelegenheit, zahlreiche Kunstschätze zu retten. Mit seinen zwei 4000 Watt Elektromotoren kann er bis zu 250 Meter an gefüllten Löschschläuchen transportieren – eine Aufgabe, für die man sonst locker 15 Personen benötigt.

Beim Brand von Notre-Dame waren hingegen seine 360° Kameras mit Infrarotsensoren und Restlichtverstärkern die wohl wichtigste Hilfe beim Kampf gegen die Flammen. Trotz großer Hitze und Dunkelheit konnte der Roboter so wertvolle Informationen über die Struktur des Brandes liefern, die wiederum das Treffen der richtigen taktischen Entscheidungen zur weiteren Vorgangsweise der Feuerwehr erlaubten.

Was für ein besonders schönes Beispiel für moderne Technik, die den Menschen in geradezu idealer Weise unterstützt. Und ihm genau die Art von Arbeit abnimmt, die geradezu „unmenschlich“ gefährlich, schwer oder schlicht unmöglich für ihn wäre.

Beim Brand von Notre-Dame kamen übrigens auch Roboter aus der Luft zum Einsatz. Drohnen vermittelten den Einsatzkräften ein Bild der Lage von oben und übermittelten damit wertvolle Entscheidungsgrundlagen für die optimale Brandbekämpfung. Und das, ohne damit Menschenleben in Gefahr bringen zu müssen.

 


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