Ist es überhaupt möglich, sich jetzt auf irgendetwas zu konzentrieren?

Navigieren in unsicheren Zeiten | Den Fokus behalten

Gerade jetzt ist es besonders schwer, den Fokus auf Etwas zu behalten, seinen Prioritäten zu folgen und genug Zeit auf die richtigen wie auch wichtigen Dinge aufzuwenden. Dabei spielt die derzeit in Schlagseite geratene emotionale Lage eine große Rolle.

Hochkonzentrierte Lemuren in der Savanne Afrikas

Aber wie am besten den Ablenkungszyklus unterbrechen, der durch Unsicherheit verursacht wird?

„Ein Symptom der Ablenkung ist mehr Ablenkung. Dann fühlen wir uns ängstlicher“, sagt Susan David, Autorin von Emotional Agility.

Das Buch ist ein praktischer, wissenschaftlich fundierter Leitfaden, um nach innen zu schauen und absichtsvoll zu leben.

Von Angst getriebene Ablenkung kann durch Ihre Teams zirkulieren, was zu mehr Stress, zu noch mehr Ablenkungen und einer Vielzahl anderer Effekte führt, nicht zuletzt mangelnder Fokus und Produktivitätsverlust.

Bedeutung des Praktizierens des Aufmerksamkeitsmanagements:

Nach fast 3 Monaten der neuen Realität von Ausgangsbeschränkungen, Homeoffice, Homeschooling und der ständigen Bombardierung mit Nachrichten darüber, wie schlimm die Dinge noch werden können, gewöhnen wir uns langsam an die neuen Wege, um unsere Arbeit zu machen. Für viele von uns – und auch für mich – ist es schwieriger geworden, den richtigen Fokus zu finden, den wir brauchen, um produktiv zu sein. Dies bedeutet, dass die Praxis eines Aufmerksamkeitsmanagements – hat auch was mit Achtsamkeit (mindfullness) zu tun – wichtiger denn je ist, nicht nur für unsere Produktivität, sondern auch für eigenes persönliches Wohlbefinden.

Beim Üben des „attention managements“ geht es darum, die Kontrolle darüber zu behalten, wohin Ihre Aufmerksamkeit geht, und zu erkennen, wann sie gestohlen wird, entweder durch externe Ablenkungen oder aber auch eigene falsche Gedanken, Wiederkäuen oder Angstzustände. Dabei gilt die Regel: Je mehr Sie sich Ihrer Ablenkungen bewusst werden, desto einfacher wird es, sie zu verwalten.

Ein erster und guter Start ist, zu erkennen, was einen ablenkt. Was macht Sie gerade auf sich aufmerksam? Haben Sie Kinder zu Hause? Ist es das Geschirr, das sich in der Spüle stapelt? Oder die Benachrichtigung, die gerade auf Ihrem Handy aufgetaucht ist? Sobald Sie genau bestimmen können, wohin Ihre Aufmerksamkeit geht, können Sie auch Schritte unternehmen, um sie umzuleiten.

Ihre Fähigkeit, die wirklich wichtigen Arbeiten zu erledigen, hängt weniger davon ab, wo Sie arbeiten, als vielmehr davon, wie Sie arbeiten. Techniken für ein besseres Aufmerksamkeitsmanagement sind zu Hause genauso nützlich wie im Büro.

Das Erkennen, wie und wann Ihre Aufmerksamkeit gestohlen wird, ist der erste Schritt, um die Kontrolle wiederzugewinnen. Dann können Sie auch ganz bewusst mit diesen Ablenkungen umgehen, sie mit Ihren Verantwortlichkeiten auszubalancieren und in eine positive Wirksamkeit zu kommen.

Lust auf mehr dazu? Hier der Link zum Artikel von Maura Thomas zu dem Thema, inkl. drei praktischer Handlungsaufforderungen für einen besseren Fokus: Is It Even Possible to Focus on Anything Right Now?”, Harvard Business Review, 14. April 2020.


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