Information At Your Fingertips: OneDrive Files on Demand

Bereits recht lange angekündigt ist die OneDrive Files on Demand Funktion nun seit dem Herbst Update von Windows 10 auch tatsächlich für alle OneDrive Anwender verfügbar. Aber was ist nun OneDrive „Files on Demand“ eigentlich und für was ist es gut?

Da Benutzer immer mehr Dateien erstellen und diese zusammen bearbeiten, immer mehr Fotos schießen und auf mehreren Geräten arbeiten, wird es immer bedeutsamer, auf wichtige Inhalte sowohl bei der Arbeit als auch privat an einem zentralen Ort zugreifen zu können. Sie sollten sich keine Gedanken darüber machen müssen, ob auf Ihrem Gerät genügend Speicherplatz vorhanden ist oder Sie in einem Flugzeug auf Ihre Dateien zugreifen können.

Mit Files On-Demand greifen Sie auf alle Ihre Dateien in der Cloud zu, ohne sie herunterzuladen und auf Ihrem Gerät zu speichern. Sie arbeiten wie gewohnt: Alle Dateien – selbst Onlinedateien – sind im Datei-Explorer verfügbar und können wie alle anderen Dateien auf Ihrem Gerät genutzt werden. Files On-Demand ermöglicht Ihnen auch in Desktop- oder Windows Store-Apps mithilfe der Windows-Dateiauswahl das Öffnen von Onlinedateien. Wählen Sie einfach die Datei aus, die Sie in der Dateiauswahl öffnen möchten. Die Datei wird automatisch heruntergeladen und in Ihrer Anwendung geöffnet. Darüber hinaus sind Sie sowohl im Privat- als auch im Berufsleben auf der sicheren Seite, da das Ganze mit Ihrem persönlichen und geschäftlichen OneDrive sowie Ihren SharePoint Online-Teamwebsites funktioniert.

Dies war das am meisten verlangte Feature für OneDrive auf UserVoice

Und so sieht es aus:

Sie sehen, dass der auf der SharePoint Online-Teamwebsite ausgewählte Ordner 1,37 TB groß ist, aber 0 Byte Speicherplatz auf der Festplatte belegt.

Neue Statussymbole im Datei-Explorer verdeutlichen, ob Ihre Dateien lokal oder online verfügbar sind. Dateien und Ordner, auf die Sie zugreifen müssen, wenn Sie keine Internetverbindung haben, können Sie ganz einfach jederzeit verfügbar machen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die Datei oder den Ordner, und wählen Sie Always keep on this device (Immer auf diesem Gerät aufbewahren) aus.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste, und wählen Sie Always keep on this device aus, um auf Dateien und Ordner zugreifen zu können, wenn Sie keine Internetverbindung haben.

Onlinedateien werden automatisch heruntergeladen und lokal verfügbar, sobald Sie sie benötigen. Doppelklicken Sie einfach im Datei-Explorer auf eine Datei, oder öffnen Sie sie in einer Anwendung. Ihre Onlinedateien sind stets sichtbar, selbst wenn Sie offline sind. Nun müssen Sie nicht mehr entscheiden, welche Dateien mit Ihrem PC synchronisiert werden sollen.

Doppelklicken Sie auf eine Onlinedatei, woraufhin sie automatisch heruntergeladen und geöffnet wird.

Neben Benutzern profitieren vor allem Unternehmen und IT-Administratoren von Files On-Demand. Wenn heute jemand eine SharePoint Online-Teamwebsite synchronisiert, werden Dateien erneut auf alle synchronisierten Geräte heruntergeladen, sobald eine Änderung vorgenommen wird. Files On-Demand reduziert die belegte Netzwerkbandbreite, weil es nicht mehr notwendig ist, im Team gemeinsam genutzte Dateien kontinuierlich auf jedem synchronisierten Gerät zu synchronisieren.

OneDrive-Offlineordner: Speicherung ganzer Ordner für den Offlinezugriff unter Android und iOS

Zusätzlich zu Files On-Demand gibt es auch eine neue Funktion, mit der Sie auf Ihrem mobilen Gerät produktiv arbeiten können, wenn Sie keine Internetverbindung haben, wie z. B. auf langen Flügen oder an Wochenenden in der Waldhütte. Mit der Funktion „OneDrive-Offlineordner“ können Sie Ordner auf Ihrem mobilen Gerät speichern und öffnen, wenn Sie keine Internetverbindung haben. Änderungen, die andere Benutzer an den Dateien vornehmen, während Sie offline sind, werden automatisch übernommen, sobald Sie wieder eine Internetverbindung haben. Diese neue Funktion ist jetzt auf Android-Geräten für Abonnenten von Office 365 Personal und Home sowie für OneDrive-Geschäftskunden verfügbar.

Wählen Sie einen Ordner aus, und klicken Sie auf das Fallschirmsymbol, um einen Ordner und seinen Inhalt offline verfügbar zu machen.

OneDrive for iMessage: Schnelle Freigabe von OneDrive-Dateien auf iOS-Geräten

Zu guter Letzt noch ein Feature für Apple Anwender: Mit OneDrive for iMessage ist nun noch einfacher, Dateien auf Ihren iOS-Geräten freizugeben, indem Sie Dokumente und Fotos schnell mit Freunden und Familie teilen können, ohne Ihre iMessage-Unterhaltung zu verlassen. Sie können einen ganzen Ordner oder nur eine Datei freigeben und für Sie in iMessage freigegebene Dokumente und Fotos sofort in einer Vorschau anzeigen. Aktualisieren Sie auf die neueste Version von OneDrive, und aktivieren Sie OneDrive for iMessage auf Ihrem Gerät, um es noch heute auszuprobieren.

Öffnen Sie OneDrive in iMessage, und klicken Sie auf eine Datei, um sie in Ihrer Unterhaltung freizugeben.

Microsoft integriert OneDrive in Skype

Skype greift nun nativ auf OneDrive zu. Nutzer können aus der Messenger App heraus Links von auf OneDrive gespeicherten Dateien verschicken. Die Funktion steht auf mobilen Geräten und unter Windows, macOS und Linux zur Verfügung.

Microsoft hat eine neue Funktion für seine Messaging-Anwendung Skype angekündigt. Künftig sollen Nutzer direkt aus Skype heraus Dateien weiterleiten können, die auf dem Cloudspeicher OneDrive abgelegt wurden. Ab sofort können Teilnehmer des Skype-Insider-Programms das Feature testen.

Es steht unter Windows 10 und Android sowie auf iPhones und iPads zur Verfügung. Microsoft integriert OneDrive aber auch in die klassischen Desktop-Anwendungen für Windows, macOS und Linux.

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Die Integration erlaubt es, von Skype aus auf ein OneDrive-Konto zuzugreifen und beliebige Dateien in eine Konversation einzufügen. Wie Thurrott.com berichtet, wird allerdings nur ein Link zu der Datei an eine Nachricht angehängt und nicht die Datei selbst. Der Empfänger muss auf den Link klicken, um die Datei auf sein Gerät herunterzuladen.

Zugriff auf OneDrive erhalten Nutzer über die Funktion zum Hinzufügen von Dateien, Medien und Standortdaten. In der Liste „Inhalte und Tools“ muss dann nur noch auf OneDrive geklickt werden, um zum Cloudspeicher zu gelangen und eine Datei auszuwählen. Der Vorgang wird mit einem Klick auf die Schaltfläche „Senden“ abgeschlossen.

Eine weitere Integration, die für Skype zur Verfügung steht, betrifft Amazons digitalen Assistenten Alexa. Der von Amazon im September angekündigte Skype-Skill für Alexa wird derzeit in den USA ausgerollt. Er erlaubt es, mithilfe von Amazons intelligenten Echo-Lautsprechern auch Skype-Gespräche zu führen. Weitere Details zur Einrichtung und Nutzung des Skype-Skills hält Microsoft auf seiner Website bereit.

Quellen: ZDNet, Thurrot.com

Mixed ist das neue Virtuell

Ich habe in diesem Blog schon oft über die HoloLens berichtet. Die Datenbrille erzeugt eine Mischung zwischen Realität und Virtualität, daher sprechen wir hier von „Mixed Reality“ und nicht „Virtual Reality“ wie bei anderen Datenbrillen. Die Vorteile bei ersterem liegen auf der Hand, da ich meine reale Umgebung mit digitalen Elementen anreichern kann und nicht wie in VR Umgebungen komplett von der Außenwelt abgeschottet bleibe. Und daraus ergeben sich tolle Szenarien, die vor allem im B2B bzw. Industriebereich nicht nur die Phantasie von Instandhaltern und Wartungsdienstleistern anregen.

Die Kollegen von Microsoft Deutschland haben anlässlich der deutschen Partnerkonferenz einige inspirierende Mixed Reality Showcases zusammengetragen, die ich hier gerne wiedergebe.

Büroeinrichtung per Hologramm mit medialesson und Steelcase
Für den internationalen Hersteller von Büroeinrichtungen und Raumlösungen Steelcase setzte medialesson einen Mixed Reality Showcase mit Microsoft HoloLens um. In diesem Szenario ist es möglich, Steelcase-Möbel aus dem Produktsortiment in beliebigen realen Räumen als Hologramme zu platzieren und sich einen wirklichkeitsnahen Eindruck der Einrichtung beispielsweise im zukünftigen Büro zu verschaffen. Microsoft HoloLens erweitert hierbei die realen visuellen Eindrücke des Anwenders durch ergänzte 3D-Objekte mit hoher realistischer Anmutung. Wie das genau funktioniert, erklärt Carsten Humm, Chief Technology Officer bei medialesson, im Interview:

Per Microsoft HoloLens zur Offshore-Plattform reisen
Ressourcen sparen heißt auch, aufwendige Sicherheitstrainings und Reisen anhand von Technologien effizienter zu gestalten: Das Leipziger Start-up VR Bits hat gemeinsam mit der Agentur die wegmeister aus Stuttgart ein Konzept für Augmented- und Virtual-Reality-Inhalte auf der Basis von Microsoft HoloLens entwickelt. Auf der #DPK17 war eine Anwendung für den Übertragungsnetzbetreiber TenneT zu sehen, mit denen Besucher über VR-Brillen auf die Offshore-Konverterplattform HelWin alpha gebracht werden. Dabei erleben sie den Anflug auf die Plattform, haben die Möglichkeit, sich in verschiedenen Strom-Umspannräumen umzusehen und einen Blick über die Reling auf die tobende See zu werfen.


Verbesserte Zusammenarbeit im Anlagenbau mit Mixed Reality
Planungsvorhaben im Anlagenbau zeichnen sich durch große Dimensionen und Datenmengen, viele Beteiligte an verschiedenen Standorten und eine sehr komplexe Informationsvielfalt aus. Die Nutzung von Microsoft HoloLens bietet deshalb eine Möglichkeit, diese Prozesse zu vereinfachen. Die Einsatzszenarien erstrecken sich dabei von der Kundenberatung, über den Austausch im Konstruktions- und Montageprozess, bis zur Koordinierung und Überwachung des Bauprojektes. Der Shared Modus – eine Avatarfunktion – von S.K.M Informatik bietet für alle Beteiligten eine völlig neue Möglichkeit der Zusammenarbeit. Bauliche Gegebenheiten vor Ort können mit den virtuellen Planungsdaten gemischt werden und Planungsfehler sind so frühzeitig erkennbar und vermeidbar. Zudem können komplexe Zusammenhänge erlebbar, in einem anschaulichen und begehbaren Modell dargestellt und diskutiert werden. Somit entsteht eine ganz neue Art der virtuellen Erfahrung in realen Räumlichkeiten. Die Microsoft HoloLens Technologie ermöglicht damit eine durchgängige digitale Kette von den ersten Planungen bis zur Projektausführung.

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Apropos: Die HoloLens wird ab 1.12. auch in Österreich zu bestellen sein. Vorbestellungen sind seit einigen Tagen möglich. Mehr dazu hier.

Überwinde die Sprachbarriere!

Wie wäre es, wenn Sie mit jedermann sprechen und schreiben könnten, unabhängig von der Sprache, die Sie sprechen? Mit der Urlaubsbekanntschaft, die nur französisch spricht? Mit Geschäftskontakten in Spanien?

Mit dem #microsofttranslator ist dieser Traum bereits sehr real.

Die Übersetzer-APP bringt Echtzeit-Übersetzungen mithilfe von neuronalen Netzwerken auf die nächste Stufe und ermöglicht Sprachübersetzungen in elf verschiedenen Sprachen (einschließlich Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Deutsch und Italienisch).

Aber das ist nicht alles. Der Microsoft Translator übersetzt auch über 60 verschiedene Sprachen-in schriftlicher Form! Beginnen Sie einfach mit der Eingabe, und die AI (Artificial Intelligence) unterstützte Plattform kümmert sich um den Rest.

Alles, was es dafür braucht, ist das Log-In auf dem Schreibtisch oder in der Mobile App (iOS, Android, Windows), jemanden zum Gespräch einladen, und einfach schreiben – in Dänisch, Niederländisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Norwegisch, Portugiesisch, Spanisch oder Schwedisch, um nur einige zu nennen. Die Person auf der anderen Seite ist in der Lage, Ihre Nachrichten zu lesen, direkt in ihre Muttersprache übersetzt!

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Sprachbarrieren müssen nicht länger ein Hindernis für den Austausch von Menschen unterschiedlichster Herkunft sein. Ich finde das gerade auch für ein gemeinsames Europe sehr wichtig. 

Social Media im Unternehmen: Einfach mal loslassen!

Das war auch beim gestrigen Österreichischen Kommunikationstag ein Thema: Der Wandel der internen Kommunikation in Richtung Enterprise Social Networks (ESN) oder einfach ausgedrückt: Social Media im eigenen Unternehmen als Ablöse des traditionellen Intranets.

Bassena (Wien, um 1890), Sinnbild für ad-hoc Konversation und Austausch am Gang [Foto: Wikimedia, Commons]

In einem der Breakouts stellte A1 bzw. Telekom Austria Group dazu einen Erfahrungsbericht vor, der ihre eigene Reise vom herkömmlichen Mitarbeiter-Portal hin zu einem (im Übergang mal mehr ergänzenden als ersetzenden) Social Media Netzwerk für die interne Kommunikation von über 18.000 Mitarbeitern zusammenfasste.

Erfreulich dabei war, dass hier nicht nur ein Jubelbericht über einen gelungenen „bottom-up“ Approach abgefeiert wurde, sondern auch über „Lessons Learned“ gesprochen wurde. Beispielsweise die Schwierigkeiten mit der (mangelnden) Partizipation des mittleren Managements oder der notwendige Dialog mit dem Betriebsrat.

Viele der guten Gründe für ein social network als Marktplatz von Konversation, Meinung, Teamwork und Achtsamkeit im Unternehmen habe ich auch in meinem Gastkommentar für die Fachzeitschrift MONITOR angeführt, der hier nun im folgenden auch in meinem Blog entsprechenden Raum findet:

Das Intranet ist tot. Wirklich? Wirklich! Zu mindestens bei uns bei Microsoft und wie ich nach kurzer Rundschau bemerke, auch bei vielen unserer Kunden. Die Gründe dafür sind schnell bei der Hand.

Da wäre zum einen mal Social Media. So wie sich die Metapher des Posten, Teilens, Likens und Kommentierens im externen Bereich durchgesetzt hat, so sehr entspricht sie auch immer mehr der Realität im unternehmensinternen Bereich. War das „Bloggen“ noch vor einem Jahrzehnt das Privileg der Jungen, der „digital natives“, Gen-Y, oder wie immer man sie gerne benannte, überspannt diese Kulturtechnik der Kommunikation inzwischen fast alle Generationsbänder und gilt heute als „state-of-art“.
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Und bleiben wir für einen Moment noch bei den Jungen. Viele Unternehmen haben heute ein Überalterungsproblem, benötigen dringend junge „frische“ Geister aus der Generation der Millenials und müssen sich daher auch als attraktiver Arbeitgeber für die High Potentials darstellen, die frisch von der Uni in die Wirtschaft kommen. Da gehört ein zeitgemäßer Kommunikationsstil im Unternehmen einfach dazu; neben vielen anderen Kriterien eines modernen Arbeitsumfeldes wie Mobilität, Diversität oder Vereinbarkeit von Beruf und Familie, um nur ein paar Faktoren zu nennen, die im Employer Branding zeitgemäßer Unternehmen nicht mehr wegzudenken sind.

Auch Mobilität spielt in der Mitarbeiterkommunikation eine große Rolle. Die Mitarbeiter arbeiten immer verteilter, sind unterwegs und müssen von überall aus auf Informationen zugreifen können. Auch wenn viele Mitarbeiter keine eigenen Laptops haben, ein Smartphone hat praktisch jeder. Und über die jeweilige Social Media App ist die mobile Anbindung ein Klacks, während normale Webseiten oft nicht so einfach zur Darstellung auf mobilen Endgeräten optimiert sind.

Ein weiterer – nützlicher wie manchmal auch zwingender – Grund für ein Abgehen von traditionellen Intranet Plattformen sind schlicht die Kosten. Einmal ganz abgesehen von den Kosten der Anwendung selbst: Während ein klassischer Intranet Ansatz immer einer Art Redaktion bedarf, ein Redaktionssystem, Redaktionssitzungen, ein Freischalten von Kommentaren und neben der Technik auch die personellen Ressourcen dazu, sind firmeninterne Social Media Plattformen wie beispielsweise Yammer oder das letzten Monat auf den Markt gekommene Microsoft Teams weit stärker auf einem selbsttragenden Prinzip aufgebaut. Es sind die Mitarbeiter selbst, die die Beiträge schreiben, diese kommentieren, teilen und damit auch als Geschichte größer oder kleiner machen.

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Da entsteht natürlich auch schon mal eine gesunde Eigendynamik, aber das muss man als Unternehmen auch aushalten. Oder anders ausgedrückt: Wenn die Unternehmenskultur passt, dann hat man auch mit freien Meinungsäußerungen von MitarbeiterInnen kein Problem. Sie passen weitgehend automatisch und es gibt viel weniger „Ausreißer“ als es die Apologeten von kontrollierten Umgebungen vermuten würden.
Ich selbst kann hier aus Erfahrung sprechen: Die Angst, die Kontrolle zu verlieren, ist unbegründet. Loslassen statt Kontrolle. Probieren Sie es doch einfach mal aus.  

5 Tipps um mehr aus dem Tag zu machen

Was merkt man sich wirklich nach einem langen Tag voller Meetings? Nach dem innerlichen Abhaken diverser Bullshit-Bingo Listen ist es oft nicht viel, was tatsächlich in Erinnerung bleibt. Und wenn man dann auch nichts mitgeschrieben hat, ist es noch viel weniger was vom Tag über bleibt. Produktivität, die sich buchstäblich in Nichts auflöst.

Bilder sagen mehr als Tausend Worte

Meist sind es überhaupt nur die bildhaften Eindrücke, die man dauerhaft mitnimmt. Eine anschauliche Skizze, eine Grafik, ein starkes Bild oder ein lustiger Cartoon. Und das ist kein Zufall sondern wissenschaftlich erwiesen. Unser Gehirn merkt sich bildhafte Inhalte einfach viel besser als Text oder gesprochenes Wort. Etwa 3-4 mal so gut. Das kann man selbst auch gut mit visuell aufgepeppten Einkaufszetteln ausprobieren. Auch die merkt man sich besser. Verbunden mit einer Emotion wird die Merkfähigkeit des Inhalts noch viel besser bis dauerhaft, im Schnitt zwischen 15-20 mal länger.

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Smarter Meetings

Ein guter Grund, sich einmal Gedanken darüber zu machen, wie Meetings so „smart“ angelegt werden, dass sie auch den maximalen Effekt für alle Teilnehmer und der von ihnen eingesetzten Arbeitszeit haben. Egal ob es nun der Leiter des Meetings oder die Teilnehmer sind: Jeder von ihnen kann mit entsprechender Visualisierung der Inhalte einen echten Unterschied machen.

  • Der Vortragende mit einer Grafik am Flipchart oder in moderneren Meeting-Umgebungen einfach mit dem Stift am Surface-Tablet oder Surface Hub.
  • Der Teilnehmer mit grafischen Notizen – auch Sketchnotes genannt, vorzugsweise gleich direkt in OneNote, dem digitalen Notizbuch, das bereits für den digitalen Stift und Windows Ink auf einem Windows Notebook oder Tablet optimiert ist.

Sketchnoting kann jeder

Dabei kommt es entgegen landläufiger Missverständnisse nur auf die Idee und nicht auf die Kunst an. Es funktioniert also auch, wenn man nicht zeichnen „kann“. Hier ein Beispiel zu „Germany´s Next Top Model“ der deutschen Sketchnoterin Frau Hölle (aka Tanja Cappell), die ich letzte Woche auf einem Seminar in Amsterdam kennenlernen durfte. Mehr von ihr zu dem Thema und auch einer Buchempfehlung dazu auf ihrer hier verlinkten Webseite.

Sketchnote Arbeitsbuch

Quelle: http://www.frauhoelle.com/sketchnotearbeitsbuch/

Wer die Grundzüge der Visualierung von Ideen und Konzepten erlernen möchte, kann das übrigens auch online tun.

Tipps für Anfänger

Die schon erwähnte Frau Hölle bietet auf ihrer Webseite eine sehr grundlegende Einführung in das Konzept von Sketchnotes an. Es ist eine Aufzeichnung eines Periscope Livestreams, zum Thema geht es ca. ab Minute 12:00 los. Die von ihr erwähnte re:publica hat immer wieder Sketchnotesessions, die von 2015 findet sich auf YouTube hier. Die von 2016 ist dann in YT gleich der nächste Vorschlag. Die Sessions enthalten wirklich viele interessante Tipps für den Anfänger.

Und Strategyzer bietet mit „How To Facilitate Strategic Conversations With Visuals“  ein knapp einstündiges kostenfreies Webinar zur Visualisierung in Business Meetings an.

Referenzen: Sketchnote Arbeitsbuch* („Fortgeschrittene Techniken zum Erstellen visueller Notizen“)

PS. Nachdem jede erfolgreiche Blog-Überschrift heutzutage wahlweise die 10 schönsten Reiseziele, die besten 7 Ratschläge oder 6 Sätze, die … enthalten muss, habe ich mich für diesen Beitrag mal für „5 Tipps um…“ entschieden. Wer aufmerksam liest, entnimmt diesem Artikel aber deutlich mehr als nur 5 Tipps 🙂

Die Zukunft der Schrift: Windows Ink

Es sind fast immer – nein, eigentlich immer – die Kleinigkeiten, die eine Innovation im Anwendungsbereich erst überzeugend machen. Und plötzlich reden wir nicht mehr von Kleinigkeiten, sondern von entscheidenden Alleinstehungsmerkmalen eines Produkts. Eines davon ist für mich der Stift (digital pen) bei Windows Tablets geworden, der spätestens mit dem Surface Pro zum Hit geworden ist. Mit Windows Ink wurde nun auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz //build das nächste Kapitel dazu aufgeschlagen. 

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In einer Welt, in der jährlich Milliarden von Post-It Zettel verkauft werden und über 70% der Menschen mehr als eine Stunde am Tag ein analoges Schreibgerät verwenden ist es eigentlich auch naheliegend, die handschriftliche Notiz nun auch vollständig in das digitale Leben zu übertragen. Dies nicht zuletzt aus Produktivitätsgründen und als weiteres gutes Beispiel für eine Neu-Definition von Produktivität entlang der vielbeschworenen Digitalisierung der Welt.

Microsoft setzt nun dazu einen wesentlichen Schritt. Das kommende Windows 10 “anniversary” update wird alles rund um Stifteingaben und Handschrift unter “Windows Ink” bündeln und damit wird ab diesem Sommer jeder Windows 10 PC gleichermaßen auf Funktionen wie handschriftliche Überarbeitungen von digitalen Dokumenten aller Art, schnelle Notizen, händische Skizzen u.v.m. zugreifen können. Als eine Funktion des Systems werden auch alle Windows Anwendungen darauf zugreifen können.

Windows Ink Brings the Power of Windows to the Tip of Your Pen

Im sog. Windows Ink Workspace werden sich in Windows 10 alle Tools und Programme befinden, die mit dem Stylus zusammen funktionieren, darunter Sketchpad, Sticky Notes und Screen-Sketch. Um auf die einzelnen Anwendungen im Workspace zugreifen zu können, wird ein Klick auf den Stift-Button genügen.

Mit der digitalen Tinte werden auch Dinge möglich, die sich bis dato einer Tastatur und Maus versperrten – beispielsweise das Schreiben von mathematischen Gleichungen oder Musiknoten. Dabei spielt die automatische Schrifterkennung eine große Rolle. Die macht dann auch aus zittrigen und krummen Linien schöne gerade oder eben korrekte Wurzelzeichen oder Noten. Nicht nur Mathematikprofessoren und Gittaristen wie Kurt Söser werden das lieben…  

Um das Zeichnen einfacher und bequemer zu machen, wird es eine Reihe von Hilfsmitteln geben, so etwa auch ein virtuelles Lineal, das sich einblenden lässt, um Striche automatisch zu begradigen. Das funktioniert dann wie gesagt auch in allen Windows Anwendungen wie PowerPoint oder Adobe Illustrator. Bei der Nutzung des Lineals sticht eine weitere spannende Neuerung hervor: zukünftig sollen die Touch- und Stifteingabe simultan funktionieren. So ist es beispielsweise möglich, das Lineal mit der einen Hand an die richtige Stelle zu platzieren, und mit der anderen die Linie nachzuziehen.

W10-ruler

Eine weitere Besonderheit dabei ist, dass auch Microsofts digitaler Sprachassistent Cortana integriert ist: Scheibt man etwa eine Notiz wie „Morgen um 19 Uhr Treffen im Restaurant “ übernimmt Cortana diese direkt und erstellt daraus eine Outlook Erinnerung. Zeitliche Hinweise werden dabei farblich hervorgehoben.

Wer sich das “in natura” ansehen möchte, Windows Produktmanager Bryan Roper zeigte das auf der Build 2016 Konferenz in seiner unnachahmlicher Art her:

Alle weiteren Details dazu finden sich wie immer im Windows-Blog.