Information At Your Fingertips: OneDrive Files on Demand

Bereits recht lange angekündigt ist die OneDrive Files on Demand Funktion nun seit dem Herbst Update von Windows 10 auch tatsächlich für alle OneDrive Anwender verfügbar. Aber was ist nun OneDrive „Files on Demand“ eigentlich und für was ist es gut?

Da Benutzer immer mehr Dateien erstellen und diese zusammen bearbeiten, immer mehr Fotos schießen und auf mehreren Geräten arbeiten, wird es immer bedeutsamer, auf wichtige Inhalte sowohl bei der Arbeit als auch privat an einem zentralen Ort zugreifen zu können. Sie sollten sich keine Gedanken darüber machen müssen, ob auf Ihrem Gerät genügend Speicherplatz vorhanden ist oder Sie in einem Flugzeug auf Ihre Dateien zugreifen können.

Mit Files On-Demand greifen Sie auf alle Ihre Dateien in der Cloud zu, ohne sie herunterzuladen und auf Ihrem Gerät zu speichern. Sie arbeiten wie gewohnt: Alle Dateien – selbst Onlinedateien – sind im Datei-Explorer verfügbar und können wie alle anderen Dateien auf Ihrem Gerät genutzt werden. Files On-Demand ermöglicht Ihnen auch in Desktop- oder Windows Store-Apps mithilfe der Windows-Dateiauswahl das Öffnen von Onlinedateien. Wählen Sie einfach die Datei aus, die Sie in der Dateiauswahl öffnen möchten. Die Datei wird automatisch heruntergeladen und in Ihrer Anwendung geöffnet. Darüber hinaus sind Sie sowohl im Privat- als auch im Berufsleben auf der sicheren Seite, da das Ganze mit Ihrem persönlichen und geschäftlichen OneDrive sowie Ihren SharePoint Online-Teamwebsites funktioniert.

Dies war das am meisten verlangte Feature für OneDrive auf UserVoice

Und so sieht es aus:

Sie sehen, dass der auf der SharePoint Online-Teamwebsite ausgewählte Ordner 1,37 TB groß ist, aber 0 Byte Speicherplatz auf der Festplatte belegt.

Neue Statussymbole im Datei-Explorer verdeutlichen, ob Ihre Dateien lokal oder online verfügbar sind. Dateien und Ordner, auf die Sie zugreifen müssen, wenn Sie keine Internetverbindung haben, können Sie ganz einfach jederzeit verfügbar machen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die Datei oder den Ordner, und wählen Sie Always keep on this device (Immer auf diesem Gerät aufbewahren) aus.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste, und wählen Sie Always keep on this device aus, um auf Dateien und Ordner zugreifen zu können, wenn Sie keine Internetverbindung haben.

Onlinedateien werden automatisch heruntergeladen und lokal verfügbar, sobald Sie sie benötigen. Doppelklicken Sie einfach im Datei-Explorer auf eine Datei, oder öffnen Sie sie in einer Anwendung. Ihre Onlinedateien sind stets sichtbar, selbst wenn Sie offline sind. Nun müssen Sie nicht mehr entscheiden, welche Dateien mit Ihrem PC synchronisiert werden sollen.

Doppelklicken Sie auf eine Onlinedatei, woraufhin sie automatisch heruntergeladen und geöffnet wird.

Neben Benutzern profitieren vor allem Unternehmen und IT-Administratoren von Files On-Demand. Wenn heute jemand eine SharePoint Online-Teamwebsite synchronisiert, werden Dateien erneut auf alle synchronisierten Geräte heruntergeladen, sobald eine Änderung vorgenommen wird. Files On-Demand reduziert die belegte Netzwerkbandbreite, weil es nicht mehr notwendig ist, im Team gemeinsam genutzte Dateien kontinuierlich auf jedem synchronisierten Gerät zu synchronisieren.

OneDrive-Offlineordner: Speicherung ganzer Ordner für den Offlinezugriff unter Android und iOS

Zusätzlich zu Files On-Demand gibt es auch eine neue Funktion, mit der Sie auf Ihrem mobilen Gerät produktiv arbeiten können, wenn Sie keine Internetverbindung haben, wie z. B. auf langen Flügen oder an Wochenenden in der Waldhütte. Mit der Funktion „OneDrive-Offlineordner“ können Sie Ordner auf Ihrem mobilen Gerät speichern und öffnen, wenn Sie keine Internetverbindung haben. Änderungen, die andere Benutzer an den Dateien vornehmen, während Sie offline sind, werden automatisch übernommen, sobald Sie wieder eine Internetverbindung haben. Diese neue Funktion ist jetzt auf Android-Geräten für Abonnenten von Office 365 Personal und Home sowie für OneDrive-Geschäftskunden verfügbar.

Wählen Sie einen Ordner aus, und klicken Sie auf das Fallschirmsymbol, um einen Ordner und seinen Inhalt offline verfügbar zu machen.

OneDrive for iMessage: Schnelle Freigabe von OneDrive-Dateien auf iOS-Geräten

Zu guter Letzt noch ein Feature für Apple Anwender: Mit OneDrive for iMessage ist nun noch einfacher, Dateien auf Ihren iOS-Geräten freizugeben, indem Sie Dokumente und Fotos schnell mit Freunden und Familie teilen können, ohne Ihre iMessage-Unterhaltung zu verlassen. Sie können einen ganzen Ordner oder nur eine Datei freigeben und für Sie in iMessage freigegebene Dokumente und Fotos sofort in einer Vorschau anzeigen. Aktualisieren Sie auf die neueste Version von OneDrive, und aktivieren Sie OneDrive for iMessage auf Ihrem Gerät, um es noch heute auszuprobieren.

Öffnen Sie OneDrive in iMessage, und klicken Sie auf eine Datei, um sie in Ihrer Unterhaltung freizugeben.

Künstliche Intelligenz soll Welthunger bekämpfen

Über die vielen Gesichter der Künstlichen Intelligenz habe ich bereits Ende September in diesem Blog geschrieben (The Good, The Bad & The Ugly) und dabei auch auf die problematischen Seiten in der Anwendung von AI hingewiesen. Unbestritten sind dabei aber auch die Potentiale, die AI entfalten kann, wenn es um eine bessere Welt für uns alle geht. Es ist ja nicht das Stück Technik, das gut oder böse ist sondern vielmehr die Intention dahinter, die es potentiell gefährlich oder ethisch wertvoll macht.

Hier ein Beispiel für das Gute, das Hoffnung auf eine bessere Welt macht. 

„Ich möchte es schaffen, dass ab 2030 niemand mehr auf der Welt Hunger leidet“ (Jochen Moninger, Head of Innovation bei der Welthungerhilfe (WHH) „Um dieses Ziel zu erreichen, vertraue ich auch auf digitale Technologien.“

Moderne Technologie wie Künstliche Intelligenz kann bei diesem Ziel nicht nur einfach helfen sondern es ist vielmehr so, dass es ohne gar nicht mehr geht, das Ziel zu erreichen.

AI-Hunger

Weltweit hungern nach Erkenntnissen der UNO-Ernährungsorganisation FAO 821 Millionen Menschen. Jeden Tag sterben 15.000 Kinder an den Folgen von Unterernährung. Zudem leiden 22 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren, insgesamt 151 Millionen, unter ernährungsbedingten Wachstumsverzögerungen. Dies sind erschreckende Zahlen, die es zu ändern gilt.

Gemeinsam mit der Welhungerhilfe entwickelt Microsoft daher eine mobile App, die dabei helfen soll, den Hunger auf der Welt effektiv zu bekämpfen.

Die App Child Growth Monitor hilft künftig dabei, die Mangelernährung von Kindern frühzeitig zu erkennen, sie gezielt zu versorgen und mit gleichem Mitteleinsatz mehr Bedürftigen helfen zu können. Die App wird auf der Cloud-Plattform Microsoft Azure betrieben. Zudem nutzt die mobile Anwendung, die derzeit als Prototyp in Indien getestet wird, Deep-Learning-Modelle aus den Diensten für künstliche Intelligenz (KI) von Microsoft Azure.

Die vollständige Geschichte inkl. einem Video findet Ihr im Newscenter von Microsoft Österreich.

Überwinde die Sprachbarriere!

Wie wäre es, wenn Sie mit jedermann sprechen und schreiben könnten, unabhängig von der Sprache, die Sie sprechen? Mit der Urlaubsbekanntschaft, die nur französisch spricht? Mit Geschäftskontakten in Spanien?

Mit dem #microsofttranslator ist dieser Traum bereits sehr real.

Die Übersetzer-APP bringt Echtzeit-Übersetzungen mithilfe von neuronalen Netzwerken auf die nächste Stufe und ermöglicht Sprachübersetzungen in elf verschiedenen Sprachen (einschließlich Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Deutsch und Italienisch).

Aber das ist nicht alles. Der Microsoft Translator übersetzt auch über 60 verschiedene Sprachen-in schriftlicher Form! Beginnen Sie einfach mit der Eingabe, und die AI (Artificial Intelligence) unterstützte Plattform kümmert sich um den Rest.

Alles, was es dafür braucht, ist das Log-In auf dem Schreibtisch oder in der Mobile App (iOS, Android, Windows), jemanden zum Gespräch einladen, und einfach schreiben – in Dänisch, Niederländisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Norwegisch, Portugiesisch, Spanisch oder Schwedisch, um nur einige zu nennen. Die Person auf der anderen Seite ist in der Lage, Ihre Nachrichten zu lesen, direkt in ihre Muttersprache übersetzt!

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Sprachbarrieren müssen nicht länger ein Hindernis für den Austausch von Menschen unterschiedlichster Herkunft sein. Ich finde das gerade auch für ein gemeinsames Europe sehr wichtig. 

Social Media im Unternehmen: Einfach mal loslassen!

Das war auch beim gestrigen Österreichischen Kommunikationstag ein Thema: Der Wandel der internen Kommunikation in Richtung Enterprise Social Networks (ESN) oder einfach ausgedrückt: Social Media im eigenen Unternehmen als Ablöse des traditionellen Intranets.

Bassena (Wien, um 1890), Sinnbild für ad-hoc Konversation und Austausch am Gang [Foto: Wikimedia, Commons]

In einem der Breakouts stellte A1 bzw. Telekom Austria Group dazu einen Erfahrungsbericht vor, der ihre eigene Reise vom herkömmlichen Mitarbeiter-Portal hin zu einem (im Übergang mal mehr ergänzenden als ersetzenden) Social Media Netzwerk für die interne Kommunikation von über 18.000 Mitarbeitern zusammenfasste.

Erfreulich dabei war, dass hier nicht nur ein Jubelbericht über einen gelungenen „bottom-up“ Approach abgefeiert wurde, sondern auch über „Lessons Learned“ gesprochen wurde. Beispielsweise die Schwierigkeiten mit der (mangelnden) Partizipation des mittleren Managements oder der notwendige Dialog mit dem Betriebsrat.

Viele der guten Gründe für ein social network als Marktplatz von Konversation, Meinung, Teamwork und Achtsamkeit im Unternehmen habe ich auch in meinem Gastkommentar für die Fachzeitschrift MONITOR angeführt, der hier nun im folgenden auch in meinem Blog entsprechenden Raum findet:

Das Intranet ist tot. Wirklich? Wirklich! Zu mindestens bei uns bei Microsoft und wie ich nach kurzer Rundschau bemerke, auch bei vielen unserer Kunden. Die Gründe dafür sind schnell bei der Hand.

Da wäre zum einen mal Social Media. So wie sich die Metapher des Posten, Teilens, Likens und Kommentierens im externen Bereich durchgesetzt hat, so sehr entspricht sie auch immer mehr der Realität im unternehmensinternen Bereich. War das „Bloggen“ noch vor einem Jahrzehnt das Privileg der Jungen, der „digital natives“, Gen-Y, oder wie immer man sie gerne benannte, überspannt diese Kulturtechnik der Kommunikation inzwischen fast alle Generationsbänder und gilt heute als „state-of-art“.
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Und bleiben wir für einen Moment noch bei den Jungen. Viele Unternehmen haben heute ein Überalterungsproblem, benötigen dringend junge „frische“ Geister aus der Generation der Millenials und müssen sich daher auch als attraktiver Arbeitgeber für die High Potentials darstellen, die frisch von der Uni in die Wirtschaft kommen. Da gehört ein zeitgemäßer Kommunikationsstil im Unternehmen einfach dazu; neben vielen anderen Kriterien eines modernen Arbeitsumfeldes wie Mobilität, Diversität oder Vereinbarkeit von Beruf und Familie, um nur ein paar Faktoren zu nennen, die im Employer Branding zeitgemäßer Unternehmen nicht mehr wegzudenken sind.

Auch Mobilität spielt in der Mitarbeiterkommunikation eine große Rolle. Die Mitarbeiter arbeiten immer verteilter, sind unterwegs und müssen von überall aus auf Informationen zugreifen können. Auch wenn viele Mitarbeiter keine eigenen Laptops haben, ein Smartphone hat praktisch jeder. Und über die jeweilige Social Media App ist die mobile Anbindung ein Klacks, während normale Webseiten oft nicht so einfach zur Darstellung auf mobilen Endgeräten optimiert sind.

Ein weiterer – nützlicher wie manchmal auch zwingender – Grund für ein Abgehen von traditionellen Intranet Plattformen sind schlicht die Kosten. Einmal ganz abgesehen von den Kosten der Anwendung selbst: Während ein klassischer Intranet Ansatz immer einer Art Redaktion bedarf, ein Redaktionssystem, Redaktionssitzungen, ein Freischalten von Kommentaren und neben der Technik auch die personellen Ressourcen dazu, sind firmeninterne Social Media Plattformen wie beispielsweise Yammer oder das letzten Monat auf den Markt gekommene Microsoft Teams weit stärker auf einem selbsttragenden Prinzip aufgebaut. Es sind die Mitarbeiter selbst, die die Beiträge schreiben, diese kommentieren, teilen und damit auch als Geschichte größer oder kleiner machen.

Ähnliches Foto
Da entsteht natürlich auch schon mal eine gesunde Eigendynamik, aber das muss man als Unternehmen auch aushalten. Oder anders ausgedrückt: Wenn die Unternehmenskultur passt, dann hat man auch mit freien Meinungsäußerungen von MitarbeiterInnen kein Problem. Sie passen weitgehend automatisch und es gibt viel weniger „Ausreißer“ als es die Apologeten von kontrollierten Umgebungen vermuten würden.
Ich selbst kann hier aus Erfahrung sprechen: Die Angst, die Kontrolle zu verlieren, ist unbegründet. Loslassen statt Kontrolle. Probieren Sie es doch einfach mal aus.  

Demokratisierung der künstlichen Intelligenz

Nach über zwanzig Jahren in der IT bin ich unverändert neugierig, was wohl als Nächstes um die Ecke kommt. Welcher große Megatrend aus der Informationstechnologie wird wohl die Welt als Nächstes auf den Kopf stellen?

Für 2017 hat unser CEO bereits die Antwort gegeben: Artificial Intelligence. Die Intelligenz aus der Konserve. Die kognitiv begabte Maschine. Der Roboter, der uns die Arbeit abnimmt – im besten Fall nur die, die wir als Menschen auch gerne los haben wollen.

Microsoft-Chef Satya Nadella bei der DLD (Digital-Life-Design) Konferenz. Quelle: dpaMicrosoft-Chef Satya Nadella bei der DLD (Digital-Life-Design) Konferenz, (dpa)

Mit dem Aufmacher „Democratizing AI“ wandte sich der Microsoft Chef Anfang der Woche auf der Internet Konferenz DLD in München an das Publikum und forderte damit nicht weniger als eine Demokratisierung des Zugangs zur künstlichen Intelligenz (KI).

Ein wesentlicher Ansatz dabei ist, die Technologie dahinter breiter verfügbar zu machen, als sie es heute ist. Wie beispielsweise heute schon über den digitalen Butler in Windows 10, Cortana, der ständig dazulernt und die Wünsche des Anwenders antizipiert, bevor sie formuliert sind. Beispielsweise der Vorschlag, ob ein Termin im Kalender verschoben werden soll, weil es gerade einen Stau auf der Wegstrecke dorthin gibt.

Die Technologie-Branche müsse sich ihrer Verantwortung stellen und die Leute fit für die Zukunft machen, betonte Satya Nadella mit Blick auf die Sorge vor der Verdrängung von Jobs durch Maschinen. Künstliche Intelligenz müsse den Menschen helfen, statt sie zu ersetzen. Der Ansatz dahinter soll „augmented“ sein und den Menschen den Teil an Arbeit abnehmen, der für sie wenig attraktiv ist und gleichzeitig auch von Maschinen besser gemacht werden kann.

„Wir brauchen technologische Durchbrüche, um Wachstum über unsere Industrie hinaus anzukurbeln.“

Erst die Datenexplosion der letzten Jahre hat das Thema so richtig beflügelt. Unternehmen sitzen auf einem Berg von Daten, der ihnen gehört und aus dem sie nun die richtigen Erkenntnisse ziehen möchten. Dabei geht es nicht nur um ein besseres Verständnis der Vergangenheit. Es geht hier ebenso um Echtzeitverarbeitung der Daten und entsprechender Regelkreise wie auch die Möglichkeiten von „predictive analysis“ also der Projektion in die Zukunft.

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In diesem Themenkreis rücken jedoch auch vermehrt ethische Fragen in den Fokus. Das klassische Beispiel dafür ist das selbst fahrende Auto, dessen künstliche Intelligenz im Falle eines Unfalls zwischen zwei Menschenleben, beispielsweise einem Kind und einer alten Frau, entscheiden muss. Und damit verbundene Schuld- bzw. Haftungsfragen. Ist der Programmierer schuld an allfälligen unethischen, fahrlässigen oder gar illegalen Folgen des Produkteinsatzes. Oder der Hersteller des Endprodukts? Oder der Konsument? Oder niemand?

Schwer zu sagen.

Oder wie ist zu verhindern, dass KI zu Diskriminierung führt? Beispielsweise weil der weiße und männliche Programmierer darauf vergessen hat, die Routine auf Menschen mit dunkler Hautfarbe und weiblichem Geschlecht mit anzupassen. Oder die fehlende Berücksichtigung von „Equal Pay“ in Gehaltsschemata. Und so weiter.

Das kann nicht alleine vom Markt entschieden werden. Es wird dafür vielmehr Vereinbarungen geben müssen, die sich zu mindestens über folgende vier Bereiche erstrecken werden:

  1. Gesetze
  2. Normen
  3. Technologie
  4. Markt

Diese Bedenken und Forderungen sind teilweise auch bereits bei den Anwenderunternehmen angekommen. So der deutsche Blogger Michael Kroker, der gestern auf seinem Blog die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Studie des indischen IT-Dienstleisters  Infosys publizierte, in der 62 Prozent der befragten Unternehmen angaben, dass strikte ethische Standards eingehalten werden müssen, um den Erfolg von KI sicherzustellen.

Gleichzeitig sollen zwei Drittel der Befragten die ethische Probleme, die mit künstlicher Intelligenz verbunden sind, noch nicht vollständig berücksichtigt haben. Dazu gehören laut der zitierten Studie auch Bedenken von Angestellten bezüglich Kontrollmechanismen sowie branchenspezifische Regularien und Gesetze. Insgesamt sollen 53 Prozent der Meinung sein, dass ethische Bedenken eine effektive Anwendung von KI-Technologien stark behindern.

Allerdings sieht ein Großteil der Unternehmen KI auch als langfristige strategische Priorität für Innovation an:

Für drei Viertel der Befragten ist die Technologie grundlegend für den Erfolg ihrer Unternehmensstrategie (76 Prozent); 64 Prozent sind davon überzeugt, dass die Zukunft ihres Unternehmens von einer großflächigen Adaption der KI-Technologie abhängt.

Mehr dazu und der Studie am Blog von Michael Kroker.

Nachtrag: EU-Vorstoß zu Regeln für Roboter (ORF.at, 19.1.2017)

Die perfekte Bewerbung

Was wäre, wenn Bewerbungsgespräche so ablaufen würden, wie es den gängigen Stereotypen des jeweiligen Unternehmens entspräche? Brightside hat sich des Themas angenommen und fühlt mit 13 Job Interviews We´d love to Attend gängigen Klischees auf den Zahn.

Hier zum Beispiel wie es bei IKEA ablaufen würde:

jobinterviews

Wer mal gerne ausprobieren möchte, wie so ein Gespräch bei Microsoft aussieht: Wir haben derzeit in Österreich 15 offene Positionen. Und alle haben was mit „Cloud…“ zu tun…

Im Maschinenraum der Cloud

Wir leben im „Always-On“ Zeitalter. Oder anders ausgedrückt: Wir sind die letzte Generation von Menschen, die noch weiß, was „off-line“ bedeutet.

Das Internet und die Kraft, die dahinter steckt, umgibt uns in jedem Moment unseres Lebens und ähnlich wie beim Strom machen wir uns immer weniger Gedanken, woher dies eigentlich kommt. Aus der Steckdose, woher auch sonst?

Die Rechenzentren dahinter, die uns das Cloud Computing erst ermöglichen, bleiben wie der Maschinenraum eines Kreuzfahrtschiffs weitgehend ausgeblendet. Während am Promenadendeck die Netflix Filme in HD abgespielt werden, die Musik von Spotify & Co gestreamt wird und die Urlaubsfotos auf Facebook geteilt werden, stampfen unterhalb der Wasserlinie für die Passagiere kaum hörbar die schweren Kolben, die das alles antreiben.

Werfen wir doch mal einen Blick in den Maschinenraum der Cloud. Ein Maschinenraum, der laut Prognosen bereits Mitte der nächsten Dekade der größte Energieabnehmer der Welt sein könnte.

Wohin mit der Wärme?

Eines der größten Probleme in großen Rechenzentren: Die vielen Tausende von Prozessoren erzeugen derart viel Abwärme auf kleinstem Raum, dass die Kühlung inzwischen eine der größten Herausforderungen darstellt. Und die Kühlung kostet extra Energie, die neben dem Betrieb der Server zusätzlich anfällt.

Also warum nicht einfach auf den Meeresgrund damit? Kein Witz! Das Projekt „Natick“ hat das ganz ernsthaft erprobt. Dabei ging es Microsoft Research mehr um die Machbarkeit als um einen Pilotversuch und neben den Kühlaspekten wurden auch Alternativen der Energieerzeugung wie beispielsweise aus Gezeitenstrom evaluiert.

Ein weiterer Vorteil einer derartigen Lösung wäre zudem die größere Nähe zu den globalen Ballungszentren, die großteils nahe der Meeresküste gelegen sind. Das reduziert auch die sogenannte „Latenz“, was zu schnelleren Downloads und Antwortzeiten für Online Anwendungen führt.

Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Realität sind hingegen bereits Serverfarmen, die wie Schiffscontainer im Freien oder am Dach einer Halle stehen und von einem ausgeklügelten System von Luft und Wasserkühlung ähnlich wie ein Niedrigenergiehaus (nur umgekehrt) ohne zusätzlichen Energieaufwand auf die Betriebstemperatur gekühlt werden.

Bildergebnis für microsoft datacenter open air container

Bleibt aber noch immer die Energie für den Betrieb der Rechnerfarmen selbst. Woher kommt beispielsweise der Strom für die Microsoft Cloud; das zweitgrößte Rechenzentrum der Welt, das an über 100 Standorten in 40 Ländern global verteilt ist?

Strom für über 1 Million Server weltweit

Und da kann sich Microsoft durchaus sehen lassen. Neben einer möglichst nachhaltigen Nutzung  – so konsumiert bspw. das Datacenter in Chayenne, Wyoming inzwischen nicht nur Energie, sondern produziert diese als „Prosumer“ auch über Windkraft, siehe Grafik – steigt der Anteil der erneuerbaren Energie für die Microsoft Cloud kontinuierlich an.

Schon jetzt werden 44% des benötigten Stroms für die globalen Microsoft Rechenzentren aus Wind-, Sonnen- und Wasserenergie hergestellt. Und das Ziel liegt bei 50% bis 2018 bzw. 60% bis Anfang der nächsten Dekade, um irgendwann einmal auch 100% erreichen zu können.

Kann man der Cloud vertrauen?

Und dann wären natürlich noch die Aspekte rund um Sicherheit und Datenschutz. Dazu gilt es abseits all der Zertifizierungen und ISO genormten Sicherheitsstandards eines Rechenzentrums mittlerweile als allgemeiner Wissenstand, dass man die vergleichbare Sicherheit und Datenintegrität einer eigenen IT Infrastruktur gar nicht mehr selbst zu einem konkurrenzfähigen Preis-/Leistungsverhältnis herstellen kann. Das liegt unter anderem auch an den unerreichbaren economies-of-scale (Skaleneffekte) einer hyperskalierten Cloud.

Die rechtlichen Aspekte wie Datenschutz oder Compliance, wie bei behördlichen Anfragen reagiert wird und vieles mehr sind in den letzten Jahren recht breit und sehr öffentlich diskutiert worden, die Transparenz dazu ist stark gestiegen und auch daran kann man bereits den fortgeschrittenen Reifegrad des Cloud Computings erkennen; insbesondere was US Anbieter wie Microsoft betrifft. Europäische bzw. deutschsprachige Kunden finden abseits ihrer jeweiligen Verträge mittlerweile auch öffentlich sehr detaillierte Informationen dazu.

Nicht zuletzt aus Gründen der Sicherheit bleibt den meisten Menschen aber ein Blick in derartige Rechenzentren versperrt. Der Zugang ist streng überwacht und Details zur Infrastruktur, zu Zahlen und Daten sind aus eben diesen Gründen eher nur spärlich vorhanden.

Ein Blick in den Maschinenraum gefällig?

Wen nun eine kleine Tour durch die Microsoft Rechenzentren interessiert, ist über die zwei folgenden Videos herzlich dazu eingeladen.

Hier mal der kurze Apetizer dazu (1:42min)

Und hier das Video zur eigentlichen Tour (knapp 5 min). Es gibt auf YouTube auch eine 10min Version, die aber nicht viel mehr bietet als diese Version.